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Safe Abortion Day Demo und Aktionsabend

Autorenbild: Zwischenfunken Kollektiv
Zwischenfunken Kollektiv
28. Sept.
2 Min. Lesezeit

Der Safe Abortion Day erinnert weltweit daran, dass der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen ein wichtiger Bestandteil von Selbstbestimmung und gesundheitlicher Versorgung ist. 

Anlässlich des Tages zum Einsatz für sichere Schwangerschaftsabbrüche, organisierten wir gleich zwei Veranstaltungen. 


Demo am Vortag

Am Vortag des Safe Abortion Days gingen wir mit rund 100 Menschen gemeinsam auf die Straße, um ein Zeichen für körperliche Selbstbestimmung zu setzen.

In unserem Redebeitrag machten wir deutlich, dass es nicht hinnehmbar ist, dass religiöse Glaubenssätze über den reproduktiven Rechten von ungewollt Schwangeren stehen, wie es in Flensburg der Fall ist. Auch den §218 StGb kritisierten wir, denn dieser wird in diesem Jahr bereits 155 Jahre alt. Damit hat er 2 Weltkriege und verschiedenste politische Umbrüche überdauert. Was sich in all dieser Zeit scheinbar nicht verändert hat, ist der Gedanke, dass gebährfähige Personen nicht über ihrer eigenen Körper bestimmen dürfen. Wir sagen klar: wir wollen keine 156 Jahre § 218!


Aktionsabend in der Hansa48

Am Safe Abortion Day selbst, luden wir dann gemeinsam mit pro familia Kiel, dem Haus der Familie, sowie dem Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Altholstein zu einem bunten Aktionsabend in die Hansa48 ein. Rund 70 Besucher*innen kamen an diesem Abend zusammen.

Eingestiegen sind wir mit einem kreativen Angebot: es gab einen Vulva-Kerzen-Workshop von Chantal Schierbecker. PIA - pro familia in action bot Linol- und Buttondruck an. 

Wir vom Zwischenfunken Kollektiv haben außerdem eine Postkarten-Aktion vorbereitet, zu der Postkarten an den Träger des katholischen Krankenhauses in Flensburg verfasst werden konnten.

Auch der Zapata Buchladen war vertreten mit einem Büchertisch rund um das Thema reproduktive Rechte.

Das Bühnenprogramm startete mit einem Spoken Word der afghanischen Poetin Farangis Sawgand. Im Anschluss wurde der Film "Fusion" von Studierenden der Hochschule Flensburg gezeigt.

Danach ging es los mit der Podiumsdiskussion, die von Dr. Maline Kotetzki moderiert wurde. Mit dabei waren Merle Marie Eckert (Aktivistin), Anja Erfmann (Beraterin bei pro familia), Susanne Sengstock (Pastorin) und Dr. Birgit Waldeck (Gynäkologin). Gemeinsam wurde über Schwangerschaftsabbrüche, reproduktive Rechte und die aktuelle Versorgungslage in Flensburg, aber auch in ganz Deutschland diskutiert.

Eines der Themen war die Frage, was es braucht, um Schwangerschaftsabbrüche endlich zu entstigmatiseiren. Einig wurde man sich unter anderem darüber, dass der §218 StGb in Teilen aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden muss, damit ungewollt Schwangere nicht mehr kriminalisiert werden und Krankenkassen den Eingriff bezahlen. 

Auch die Fusionierung der Krankenhäuser in Flensburg war ein Thema: hier wurde deutlich, dass nicht die Fusionierung das Problem ist, sondern vielmehr die Tatsache, dass Krankenhausträger nicht gezwungen werden können. Abbrüche durchzuführen und religiöse Weltanschauungen noch immer über die Körper von Frauen und gebärfähigen Personen bestimmen.


Danke an alle, die dabei waren!


Lasst uns gemeinsam laut bleiben für sichere Schwangerschaftsabbrüche - auch über den Safe Abortion Day hinaus!



 
 
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